Ariane Vera gewinnt WTE-Songcontest

Ariane Vera Ariane Vera (UK), Cliff House (D) und Miss Georgia Gray feat. Khalid Oke (Lux) waren die großen Gewinner beim begeisternden "Welcome To Europe"- Finale.  Ariane, 22-jährige Singer-Songwriterin gewann den 10. ESC für Nachwuchsacts, der am 28.06. 2017 im Europa Park Rust stattfand mit dem eindringlichen Lied „Tolerance“. Jury und rund 2000 Besucher in der Eismanege des Europa Parks waren gleichermaßen begeistert. Zweiter wurde die  Schorndorfer Band Cliff House mit dem ebenso locker wie eingängigen Folkrocksong „Hey Now“, den dritten Platz belegte das stimmgewaltige Duo Miss Georgia Gray feat. Khalid Oke aus Luxemburg mit dem R´n`B-Track „Waiting For So Long“. Der vierte Platz wurde zweimal vergeben: Ihn teilten sich die erst 15-jährige Nadine Rötscher aus Horb und Whale Frequencies, eine 14-köpfige Schülerband aus Saverne.

Mauritia Mack, als Vertreterin der Inhaberfamilie beim Event vor Ort, zeigte sich ebenso angetan wie Jurymitglied Dan Peter, als Medienbeauftragter der Evangelischen Kirche und Moderator der Sendung „vollWert“ bereits zum 9. Mal in Rust dabei: „Noch nie hatten wir eine derart hohe Qualität“ – und deshalb war es so schwer wie nie, die richtigen Platzierungs-Entscheidungen zu treffen.“ Auch Wettbewerbsmacher Hans Derer hatte zuvor die Qual der Wahl: Nicht weniger als 125 Wettbewerbsbeiträge aus 14 Ländern waren eingegangen.

Besonders freute sich Organisator Hans Derer mit Rolf Wetzel den ursprünglichen Initiator der Aktion in der Jury begrüßen zu können: „Der Komponist und Produzent aus Donaueschingen war es, der den gleichnamigen Song komponierte, welcher dann zu diesem Festival führte“. Ebenfalls in der hochkarätig besetzten Jury waren: Volker Schebesta ( MDL), Staatssekretär im  Kultusministerium, Dan Peter, Medienbeauftragter der Evangelischen Landeskirche und Macher der Sendung „vollWert“(bw Family), Matthias Schneider, Redaktionsleiter des Landessenders „Regio TV“, Hans Derer, sowie Ralph D. Stumpf als Vertreter der Geschäftsleitung des Europa Parks. Das Votum dieser Jury zählte zu 50 Prozent, die anderen 50 Prozent steuerte das vielköpfige Publikum in der Eishalle bei – denn jeder der Zuschauer bekam einen Stimmzettel. Die ersten drei Songs werden weltweit veröffentlicht, dem Sieger winkt zudem eine professionelle Musikaufnahme im Studio Jam´ín´ sowie Promotionunterstützung durch das Team der 7us media group.

Der Musik-Event, launig moderiert von Klaus Dieter Mayer, bildete zugleich die Eröffnungsveranstaltung des „Euromusique“- Festivals, bei dem rund 3000 musizierende Schülerinnen und Schüler den Park zu einer wahren Musikoase verwandelten.  

Thematisch bunt und stilistisch vielschichtig wie selten zuvor präsentierten sich die Euro-Songs dieses Jubiläumscontest: Während bei der erst 15-jährigen Nadine Rötscher aus Horb und ihrer stampfenden Euro-Hymne „Living in Europe“ Rockgitarren und fette Drums dominierten, setzte Ariane Vera (22), gebürtig aus Schwäbisch Gmünd aber in Schottland studierend, mit „Tolerance“ auf ein akustisch leises Lied mit feinem Text, das bereits beim Waiblinger „Bunt statt Braun“-Contest einen Publikumspreis erhielt. Soulig-elegant und mit charttauglichem Refrain dagegen thematisierten die junge Luxemburgerin Miss Georgia Grey (21) und Khalid Oke (20), gebürtiger Nigerianer, Probleme einer Fernbeziehung. Nicht weniger „catchy“ der geradezu hitverdächtige Song des Schorndorfer Quintetts Cliff House (Durchschnittsalter: 22), das bei „Hey Now“ die aktuelle Thematik Toleranz gegenüber Fremden mit viel Charme in eine leicht-lockere Folk-Hymne packte. In experimentelle Sounds schließlich kleidete die 14-köpfige Schulband „Whale Frequencies“ aus dem französischen Lycee Leclerc ihren „Traum von einem besseren Europa ohne Hass und Grenzen“, wie es in ihrem multistilistischen Song übersetzt heisst: „Europe Frequencies“ lautet der Titel ihres Songs. 

Auf einen Stargast zur Eröffnung wurde in diesem Jahr verzichtet, nicht aber auf einen spektakulären Schluss-Act: Und der sorgte für Riesebegeisterung: Als Isaac Roosevelt, ehemaliger „Voice of Germany“-Halbfinalist, zum Schluss, die inoffizielle WTE – Hymne „Happy Day“ anstimmte, und über die Leinwände sein im Europa Park gedrehtes Musikvideo flimmerte, hielt es niemand mehr auf den Sitzen.

Erstmals wurden die drei langjährigen Contest-Veranstalter - 7us Media Group, Kultusministerium Baden Württemberg, und Europa Park Rust - in diesem Jahr vom neugegründeten Verein „Artists For Europe e.V. unterstützt, der sich um die Förderung von jugendkulturellem Austausch in Europa kümmert. Dessen teilweise prominente Mitglieder aus Benelux, Italien, Frankreich und Schweden haben maßgeblichen Anteil daran, dass in diesem Jahr soviele internationale Bewerbungen eintrudelten.

Nicht wenigen Acts hatte dieser Contest den Sprung in eine professionelle Showkarriere geebnet: So unter anderem Alex-U-Jean (Sänger des Hits „Turn This Club Around“), Fabian Bruck (Plattenvertrag beim Warner-Label „Telamo“), Jeremy Riley (Bandleader und Profimusiker – Engagements bei „Aida“ etc..) oder die Band „Meilenweit“, 2016 für sechs Wochen in den Top100 der offiziellen Radioharts notiert.            

Die Schirmherren des Contests, EU-Kommissar Günter Oettinger sowie die Kultusministerin des Landes Baden Württemberg, Dr. Eisenmann, hatten in ihren Grußbotschaften die Veranstaltung als "außergewöhnliches, wichtiges und nachhaltiges europäisches Musik-Projekt"  gewürdigt. Der EU-Kommissar für Energie hatte eine Abordnung von Veranstalter und Finalisten 2012 zu einem Besuch in die Europäische Kommission eingeladen.

www.welcometoeurope.eu

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